Zunächst möchte ich bemerken, dass es unendlich viele arme Hundeseelen in Tierheimen gibt, die sich nach einem liebevollen Zuhause sehnen. Vor allem die Listenhunde sind in der heutigen Zeit schwer zu vermitteln. Sie sitzen unschuldig hinter Gittern, verurteilt von einer gnadenlos beratungsresistenten und ignoranten Politik. Denken Sie darüber nach, ob es für Sie möglich oder in Ihrer Lebenssituation sogar sinnvoller wäre, einem Tierheiminsassen ein neues Zuhause zu geben. Es ist unglaublich schön, die Dankbarkeit und Anhänglichkeit eines solchen Hundes zu erleben.

Soll es aber doch ein Züchter sein, schauen Sie sich verschiedene Züchter an. Viele haben heute eigene Internetauftritte. So kann man sich ein erstes Bild machen. Bei einer seltenen Rasse wie dem Dogo Argentino ist dies oft die einfachste, manchmal auch die einzige Möglichkeit.
Kontaktieren Sie Züchter und stellen Sie Ihre Fragen über die Rasse, den Charakter und die Gesundheit dieser Hunde und was Sie noch alles interessiert. Äußern Sie den Wunsch, seine Zucht besuchen zu wollen. Ein guter Züchter wird gerne bereit sein, alle Ihre Fragen zu beantworten und wird nichts zu verbergen haben.

Meist ist es der Fall, dass alle die Welpen eines Wurfs bereits reserviert sind. Wenn ein kompletter Wurf zu vergeben ist, sollte das stutzig machen.

Sind zur gleichen Zeit mehrere Würfe vorhanden, sollten Sie ebenfalls nachdenken.
Schauen Sie sich die Gegebenheiten vor Ort persönlich an: Die Umgebung, in der die Hunde leben, die Elterntiere, die Wurfkiste bzw. das Welpenzimmer. Sollten nur Welpen und keine Elterntiere vor Ort vorhanden sein, Finger weg!!! Und schauen Sie sich mehrere Züchter an, um vergleichen zu können. Scheuen Sie keine größeren Entfernungen. Missfällt ihnen etwas oder erscheint etwas sonderbar, nehmen Sie Abstand von diesem Züchter.

Seien Sie darauf vorbereitet, Fragen zu beantworten. Ein verantwortungsvoller Züchter ist daran interessiert, wem er seine Welpen verkauft und wie und wo sie leben werden. Ein verantwortungsvoller Züchter ist auch bereit, im Interesse seiner Hunde potentielle Käufer abzulehnen, wenn sie oder ihre Lebensumstände nicht passend erscheinen.

Stellen auch Sie Fragen: Wie lange züchten Sie schon, welche Rassen, wie viele Würfe gibt es im Jahr, wie oft wirft eine Hündin in ihrem Leben, welche Untersuchungen und medizinische Versorgung bekommen die Welpen, wie werden die Hunde gehalten, wie und wo wachsen die Welpen auf usw. usw.

Stellen Sie auch Fragen zu den Elterntieren, zu Charakter und Gesundheit, auch die der Großeltern. Ein guter Züchter kennt die Stärken und Schwächen seiner Linien und wird bereit sein, darüber zu reden.

Folgendes sollte bei einem Welpen vom Züchter selbstverständlich sein:

  • Elterntiere (und Vorfahren) auf HD/ED und Gehör untersucht
  • Welpe auf Gehör untersucht (BEAR-Test), Bescheinigung vom Tierarzt vorhanden
  • Welpe ist mehrfach geimpft und die Impfungen sind in einem EU-Impfausweis eingetragen, der mit ausgehändigt wird
  • Welpe ist mehrfach entwurmt
  • Der Welpe wird auf Wunsch gechipt
  • Ein schriftlicher Kaufvertrag sollte abgeschlossen werden
  • Der Züchter ist bereit, dem Käufer auch nach dem Kauf bei Fragen zur Verfügung zu stehen

Achten Sie darauf, dass alle Welpen in einem guten gesundheitlichen Zustand sind:

  • Die Augen sind klar, glänzend und ohne Ausfluss und Verklebungen
  • Die Nase ist ohne Ausfluss und Verkrustungen
  • Das Fell ist gepflegt und glänzend, nicht struppig und stumpf und ohne Parasiten
  • Der Bauch ist nicht aufgebläht (Würmer, Übergewicht)
  • Die Beckenknochen stehen nicht hervor (Abmagerung)
  • Die Ohren sind sauber und riechen nicht streng
  • Die Zähne sind komplett und weiß und das Zahnfleisch und die Zunge rosafarben
  • Der Afterbereich sollte sauber und darf nicht verklebt sein
  • Pfoten und Krallen sind sauber und intakt
  • Der Welpe macht insgesamt einen aufgeweckten, neugierigen Eindruck und wirkt nicht teilnahmslos oder apathisch

 

Englischer Originaltext © Kennel Perro Pelea Cordobes

Es gibt Menschen, die glauben, das große Geld mit dem Verkauf von Dogos verdienen zu können. Sie importieren billige Welpen von Vermehrern aus der ganzen Welt und verkaufen sie als Hunde aus seriöser Zucht weiter. Es ist durchaus möglich, bei eben diesen Vermehrern Welpen für wenig Geld zu bekommen. Es interessiert sie nicht, wem sie ihre Welpen verkaufen. Sie interessiert nur das Geld. Aber – Qualität hat ihren Preis! Diese Welpen wurden nicht auf ihre Gesundheit getestet und der Stammbaum ist oft gefälscht. Häufig werden die Welpen zu früh von ihrer Mutter getrennt. Viele haben ebenfalls gefälschte Impfnachweise. Wir möchten Sie vor dieser Art des Hundehandels warnen.

Bevor Sie Ihren Welpen kaufen, besuchen Sie den Züchter, schauen Sie sich die Elterntiere an. Fragen Sie nach Belegen und Dokumenten bezüglich die Gesundheit der Elterntiere und deren Ahnentafeln. Betrachten Sie sorgfältig die Umgebung, in welcher die Welpen aufwachsen. Urteilen Sie kritisch. Häufig haben diese Hundehändler nur die Welpen in ihrem Haus. Die Mutter lebt in einem anderen Land – als Gebärmaschine. Die Welpen wurden oft in fürchterlichen Umständen geboren, ohne jeglichen Kontakt zu Menschen, ordentliches Futter und medizinische Versorgung. Die einzige Motivation, die solch ein Vermehrer hat, ist Geld.

Die Motivation des Hundehändlers ist ebenfalls nur das Geld. Bei einem Hundhändler können Sie sich nach dem Kauf im Falle eines Falles nicht mehr beschweren. Wenn das Geld gezahlt ist, ist seine Tür verschlossen. Von einem Hundehändler bekommen Sie keine Garantie für irgendetwas, nicht einmal einen Kaufvertrag. Von einem Hundehändler bekommen Sie weder Rat noch Hilfe. Oft sind diese Vermehrer oder Händler sehr unerfahren, was die bestimmte Rasse anbelangt, denn sie wechseln die angebotenen Rassen ständig. Sie haben immer die aktuelle Moderasse „an Lager“, für die sie momentan den besten Preis verlangen können. Von einem Hundehändler werden Sie niemals Ergebnisse und Dokumente von Untersuchungen auf Hüftdysplasie oder Taubheit zu sehen bekommen.

Wir haben in den letzten Jahren viele Dogos von diesen Vermehrern gesehen, und es bricht uns das Herz zu erleben, in welchem Zustand diese sind. Viele haben Hautprobleme, einige sind taub. Und – sie sehen nicht einmal wie ein Dogo Argentino aus. Wenn Sie bei einem Hundehändler kaufen, helfen Sie nicht den Hunden, sondern Sie unterstützen den Hundehändler und tragen dazu bei, dass noch mehr bedauernswerte Welpen produziert werden.

Es ist immer sehr schwer “nein” zu sagen, wenn man den kleinen Welpen erst einmal gesehen hat. Beschaffen Sie sich alle Informationen, Unterlagen und Bilder, die sie benötigen, bevor Sie den Welpen besichtigen. Fragen Sie bei Ihrem nationalen Zuchtverband nach, welcher Züchter eingetragen und vertrauenswürdig ist. Und denken Sie daran: Machen Sie sich Ihre Motivation und Ihre Gründe, einen Dogo Argentino zu halten, bewusst und überdenken Sie Ihre Situation genau, bevor Sie einen Welpen besichtigen. Wenn Sie das beherzigen, werden Sie auch in der Lage sein, die richtige Wahl zu treffen. > Birgitte und Peter <